Pro-Team Mohrenwirt

Athletenvorstellung – Markus Fachbach

Markus Fachbach

Wie lange bist du schon in der Triathlon Szene unterwegs – und seit wie vielen Jahren bist du Profi?

Mein erster Triathlon liegt mittlerweile schon eine halbe Ewigkeit zurück. 1996 war ich mit meinen Eltern als Zuschauer bei der Langdistanz in Roth. Bis dahin wusste ich eigentlich nicht, dass es außer Fußball auch noch andere Sportarten gibt. Allerdings hat mich dort der Triathlon-Virus sehr schnell erfasst. Bereits kurze Zeit später habe ich dann bei meinem ersten Schülertriathlon mitgemacht. Meine Eltern sind beide sehr Ausdauersport affin und haben mich optimal beim Wechsel vom begeisterten Fußballspieler zum angehenden Triathleten unterstützt.

 

Wie war der Triathlonsport damals organisiert?

Es gab zumindest bei uns im Koblenzer Raum keine Nachwuchsarbeit im Triathlon, da der Sport noch in den Kinderschuhen steckte. Ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre daher das Projekt „vom Fußballer zum Triathleten“ wahrscheinlich ziemlich schnell gescheitert. So aber hat sich das Ganze gut entwickelt und nachdem ich bei meiner ersten Langdistanz, dem Ironman Florida 2005, als Dritter direkt aufs Podium kam und gleichzeitig in diesem Jahr an der Uni mein Vordiplom in BWL abgeschlossen hatte, entschied ich mich dazu es mal für ein paar Jahre als Profi zu versuchen. Das ich nun bereits in meine zehnte Saison als Profi gehen werde, hätte ich damals allerdings auch nicht unbedingt erwartet…

 

Was fasziniert dich am Triathlon Sport?

Triathlon gehört sicherlich zu den ehrlichsten Sportarten überhaupt. Jeder Erfolg, sei es für Profis der Sieg bei einem großen Rennen oder für Altersklassen-Athleten das Erreichen ganz persönlicher Ziele, sind immer das Ergebnis harter und konstanter Arbeit. Mit Glück hat Triathlon wenig zu tun!
Gleichzeitig zeichnet sich das Training durch seine Vielfältigkeit aus und es gibt immer Ansätze wo und wie man sich verbessern kann. Dieser Reiz, sich immer weiter zu entwickeln, macht sicherlich auch die Faszination Triathlon aus. Insbesondere, da Triathlon-Training sehr komplex ist und nicht unbedingt die Formel „Viel hilft viel“ zum Erfolg führt.

 

Welchen Herausforderungen stehen Triathlon-Profis gegenüber?

Als Triathlon-Profi ist man als 1-Mann-Unternehmen unterwegs. Neben häufig 30 Stunden Training pro Woche müssen in Eigenregie viele weitere Dinge organisiert werden. Um sportlich konkurrenzfähig zu bleiben muss man zunächst den richtigen Trainer finden. In Absprache mit ihm werden dann der Wettkampfplan für eine Saison festgelegt und Ziele vereinbart. Dann beginnt die Organisation von Trainingslager und Wettkampfreisen. Dies alles muss vom Athleten geplant werden. Dazu kommen regelmäßige Leistungsdiagnostiken und physiotherapeutische Maßnahmen, um die sich ebenfalls der Athlet kümmert.

 

Wie sieht es mit Partnern und der Werbung aus – kümmerst du dich auch darum?

Neben den sportlichen Aspekten des Profi-Daseins gehört die Selbstvermarktung, die Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern sowie die Akquise neuer Sponsoren zum Aufgabenfeld eines Triathlon-Profis dazu. Es handelt sich also um ein sehr breites Betätigungsfeld. In anderen Sportarten ist es üblich, dass den Athleten sehr viel abgenommen wird. Im Triathlon muss man sehr selbstständig arbeiten. Ohne die Unterstützung des direkten Umfelds wäre ein Leben als Triathlon-Profi daher wohl kaum machbar.

 

Nimmt dir deine Mitgliedschaft im Pro Team Mohrenwirt diesbezüglich etwas Arbeit ab?

Für die sportlichen Belange ist natürlich nach wie vor jeder Athlet selbst verantwortlich und wird versuchen sich bestmöglich auf die anstehenden Rennen vorzubereiten. Viele Dinge werden nun aber zentral über das Team organisiert. Hier soll es das Ziel sein, dass die Athleten sich in Zukunft viel mehr auf das Sportliche konzentrieren und die zuvor beschriebenen Aspekte des Profi-Daseins über das Team abwickeln können.

 

Welche besonderen Vorzüge hat das Pro Team Mohrenwirt?

Es wird ein Netzwerk geschaffen, in dem Athleten, Hotel und Partner zusammenarbeiten können. So sind Trainingscamps, Produkttests, eigene Projekte für Team-Partner wie Mitarbeiterschulungen, Kundenevents oder Gewinnspiele realisierbar. Es gibt eine große Bandbreite an Möglichkeiten!

 

Konkret zu dir. Wie bereitest du dich auf die Saison vor?

Direkt nach Weihnachten standen dieses Jahr zwei Wochen Langlauftrainingslager in Fuschl, Thalgau und Faistenau auf dem Plan.
Im Januar und Februar habe ich zudem jeweils zwei Wochen Trainingslager im Playitas auf Fuerteventura absolviert. Ich nutze das Playitas nun bereits im fünften Jahr als Trainingslagerstandort. Vom Gesamtpaket ist es für mich die beste Alternative für ein Camp über den Winter, mit einer schönen Anlage, stabilem Wetter, sehr guten Trainingsbedingungen wie dem 50m Pool, verkehrsarmen Radrouten, einem Leichtathletik-Stadion und mehreren Laufstrecken.

 

Welche Wettkämpfe strebst du 2015 an?

Das wird einerseits die Challenge Triple Crown Series sein, mit Wettkämpfen in Dubai (Februar), Oman (August) und Bahrain (Dezember). Außerdem werde ich bei einigen anderen Challenges wie Rimini, Denmark oder Roth mitmachen.

 

Wann bist du wieder im Rennrad- und Triahtlonhotel Mohrenwirt anzutreffen?

Zum Triathlon Opening vom 26.4.-2.5.2015. Dort werden wir mit dem gesamten Team präsent sein!

 

Was steht danach an?

Am 3.5.2015 der Wings for life world run in St. Pölten als Team-Event.

Im Mai werde ich dann noch bei der Challenge Rimini starten, wo in diesem Jahr die Europameisterschaften über die Mitteldistanz ausgetragen werden. Im Juni geht es dann mit der Half Challenge in Dänemark und dem Chiemsee Triathlon weiter, bevor am 12. Juli das Highlight mit der Challenge Roth auf dem Programm steht.

Sicherlich werde ich dann auch wie in den letzten Jahren im Mai, Juni und August für eine Weile im Hotel sein um mich optimal auf die wichtigsten Rennen der Saison vorzubereiten.

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