Pro-Team Mohrenwirt

Michael Rünz ist startklar!

Die letzten Tage vor der Challenge Dubai

Vorbereitung auf die Challenge Dubai

Unsere Athleten Michael Rünz und Markus Fachbach starten kommenden Freitag bei der Challenge Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Challenge Family verkündete Ende 2014 ein neues Rennformat: Die Triple Crown Serie. Es werden 3 Halbdistanz-Rennen in Dubai, Oman sowie Bahrain ausgetragen. Jedes einzelne Rennen schüttet historisch hohe Preisgelder aus, die nun endlich auch für die Profis rentable Antritte versprechen. Getoppt wird die Triple Crown Serie in Bahrain durch ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 1 Million Dollar.

 

Michi, weshalb hast du dich für die Triple Crown Serie entschieden?

Ehrlich gesagt finde auch ich die Preisgelder verlockend. Oft waren die Siegesprämien recht gering, sodass die Anreise- und Hotelkosten gerade so bei einer guten Platzierung gedeckt werden konnten. Dieses neue Rennformat ist daher für uns Profis eine lukrative Variante. Das Rennen passt bei mir aber auch so perfekt in meine Saisonplanung. Die Halbdistanz in Dubai ist für mich gleichfalls ein Vorbereitungsrennen für den Ironman Südafrika, der vier Wochen später statt findet.

 

Wie es scheint, besteht unter den Profis ein großes Interesse an dem Rennen. Das Starterfeld ist stark besetzt.

Ja, das habe ich auch schon gelesen. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb ich mich für die drei Rennen entschieden habe. Durch starke Mitstreiter wird man an seine Grenzen gebracht. Das macht einfach viel mehr Spaß, als wenn das Starterfeld nur 2-3 wirkliche Gegner mit sich bringt.

 

Nicht jedem Profi werden die Bedingungen in Dubai zusagen. Oft herrschen um diese Jahreszeit zwischen 28 und 30 Grad. Wie kommst du mit der Hitze zurecht?

Hitze ist für mich im Rennen überhaupt kein Problem; ein weiterer Grund in dieser Serie zu starten. Je heißer es wird, desto mehr kann ich diese Stärke den anderen gegenüber ausspielen. Klar, auf die regelmäßige Kühlung während des Wettkampfes achte ich trotzdem. Und eine ausreichende Akklimatisierung vor dem Rennen ist ebenfalls enorm wichtig.

 

Wie gewöhnst du dich vor dem Rennen an das vorherrschende Wetter?

Ich reise meist 1-2 Wochen vor dem Rennen an. In diesem Fall komme ich von einem fünf wöchigen Trainingslager auf Fuerteventura für einen Tag nach Hause nach Koblenz und reise gleich weiter nach Dubai. Somit habe ich fast eine ganze Woche Eingewöhnungszeit.

 

Das Training ist zu diesem Zeitpunkt schon abgeschlossen sein, wie gestaltest du die letzten Tage? 

Insgesamt fahre ich in der Woche vor dem Wettkampf die Trainingsumfänge zurück und setze nur noch gezielte Reize in den einzelnen Disziplinen. Die Zeit nutze ich auch um mich mit der Wettkampfstrecke vertraut zu machen und eventuell Teilstrecken abzufahren. Am vorletzten Tag vor dem Rennen gehe ich meist nur schwimmen und setze sonst den Fokus auf die Regeneration. Denn am folgenden Tag wird in allen drei Disziplinen durch eine kurze Belastung die Muskulatur für den Wettkampf “wach geküsst”.

 

Und wie handhabst du das Thema Ernährung? Achtest du auf etwas Bestimmtes?

In den letzten beiden Tagen vor dem Rennen erhöhe ich den prozentualen Anteil an Kohlenhydraten erheblich um sicherzustellen das die Speicher genügend gefüllt sind. Dann stehen auch mal Limonade und Eis auf dem Speiseplan. Am Morgen vor dem Rennen achte ich jedoch sehr darauf etwas leicht verdauliches zu essen und davon auch nicht zu viel. Mein Favorit ist warmer Brei den ich mit heißem Wasser aufgieße. Damit bin ich zudem auch unabhängig von den lokalen kulinarischen Künsten.

 

Neben der Trainingsvorbereitung und der richtigen Ernährung ist der Kopf im Wettkampf ebenso einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Spielt der mentale Aspekt in deiner Vorbereitung ebenfalls eine Rolle?

Ja, im Vorfeld versuche ich gedanklich alle Probleme, die im Rennen entstehen können, durchzugehen und zu lösen. So bin ich im Ernstfall vorbereitet und komme wesentlich besser und schneller zurecht. Zudem gibt es mir am Start auch eine gewisse Sicherheit, da ich weiß, es kann nichts passieren worauf ich nicht vorbereitet bin.

 

Ist ergänzend Physiotherapie vor dem Rennen für dich ein fester Bestandteil?

Wenn ich keine akuten Probleme habe, verzichte ich in den letzten beiden Tagen vor dem Rennen auf eine Physiotherapie genauso wie auf ausgiebiges dehnen und Kraftübungen. Dadurch versuche ich eine gewisse Grundspannung zu erzeugen, die nicht durch oben genannte Praktiken vermindert werden soll. Sonst ist Physiotherapie aber eine sehr gute Sache, der man sich regelmäßig unterziehen sollte.

 

Vielen Dank für deine Antworten! Wir drücken dir und Markus fest die Daumen, haut rein!

 

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