Rennrad & Triathlon Wirt Jakob Schmidlechner – Nachlese zur Challenge in Roth

Es ist vollbracht …… 🙂

Nach einem langen, intensiven Tag im Frankenland bin ich nach 13 Stunden und 42 Minuten glücklich und sehr stolz ins Ziel gekommen.

Aber alles der Reihe nach

Das Schwimmen im Main-Donau-Kanal mit Tausenden Triathleten und noch viel mehr Zuschauern war schon mal ein erstes Highlight. Nachdem es in 5 Minuten Abständen ins Wasser ging, und durch den Wellenstart auch keine Hektik entstand, bin ich nach 1 Stunde und 16  Minuten in die Wechselzone 1 gekommen und habe dann schnell, mit Hilfe von unglaublich hilfsbereiten Helfern, aufs Rad gewechselt.

 

Wunderschöne Radstrecke, aber …..

Die Radstrecke führt über 2 Runden durchs Fränkische bis nach Greding und retour. Dabei muss man 2 mal den Kalvarienberg bei Greding und auch den Solarer Berg 2 mal bezwingen.

Die Anstiege waren allerdings nicht das Problem sondern der Wind ! Wir hatten für sehr lange Zeit (eine gefühlte Ewigkeit !) einen knackigen Gegenwind welcher sehr an die Substanz aber vor allem auf die Motivation ging. Zwischendurch dachte ich schon daran das Rad einfach in den Graben zu werfen, denn wenn man auf der Geraden voll reinhaut und trotzdem nur 18km/h auf den Tacho bringt dann ist das schon hart!

Wenn man allerdings auf den Solarer Berg zufährt und dann diesen hinauffährt ist das alles vergessen. Diese paar hundert Meter sind wirklich das Geilste was ich je erlebt habe. Tausende Zuschauer feuern einen an und der Kanal wo man durchfährt ist so eng dass man links und rechts die Zuschauer berührt. Einfach nur genial !

 

Beim Einfahren in die Wechselzone 2, nach 6 Stunden und 25 Minuten, habe ich mich sehr gut gefühlt und gedacht, OK jetzt gehe ich halt noch ein bisschen Laufen !

Guter Beginn, dann wurde es hart….

Die ersten 12 km sind dann auch richtig gut gelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich konnte mein Tempo laufen und habe mich auch sehr gut gefühlt. Bei Kilometer 13 hat es dann aber begonnen in der Hüfte und inder Folge auch im Knie zu zwicken. Es war eine klassiche Überlastung und an Laufen war da nicht mehr zu denken. Also bin ich immer so lange gegangen bis alles wieder einigermaßen locker war um dann wieder ein paar hundert Meter, oder auch mehr, zu laufen. Und das Ganze dann ca. 30km lang !!!!

Als Unterstützung waren meine Frau Sabine und meine Tochter Anna auf den letzten 20km mit dem Rad bei mir. Das hat dann richtig Spass gemacht. Wenn man so langsam geht/läuft hat man viel Zeit zum Blödeln und zum Reden mit Teilnehmern und Zuschauern. Das hat mir dann sehr geholfen, denn ohne Ablenkung wäre es noch viel härter gewesen.

Die letzten 2km, die durch die Altstadt von Roth führen, waren dann allerdings wieder genial. Man weiß das man es bald geschafft hat und das läßt einem eine Dauergrinsen ins Gesicht wachsen dass einem die Wangenmuskeln weh tun.

Emotion pur

Der Zieleinlauf, nach 5 Stunden und 50 Minuten für den Marathon, war dann, wie auch schon vor einem Jahr in Klagenfurt beim Ironman, eine sehr emotionale Sache. Meine Tochter Anna und Noah und Yanis, die Söhne einer Freundin, sind mit mir gemeinsam ins Ziel gelaufen und das war einfach unbeschreiblich. Man vergisst auch fast schlagartig nach Überquerung der Ziellinie das vorherige Leiden und ist einfach nur mehr glücklich und stolz darauf etwas besonderes geschafft zu haben.

Extra erwähnenswert und weltklasse….

Was ich noch nie erlebt habe war die Begeisterung der Zuschauer aber vorallem die Hilfsbereitschaft und gute Laune der unzähligen freiwilligen Helfer an der Strecke. Egal ob in der Wechselzone oder bei den Labestationen. Alle waren super freundlich und unglaublich hilfsbereit.

Man hat den Eindruck der gesamte Landkreis Roth ist stolz darauf diese Veranstaltung zu haben une ein Teil davon sein zu dürfen.

Das war sicher nicht das Letzte mal das ich in Roth gestartet bin 🙂

 

Author: Jakob Schmidlechner

Jakob Schmidlechner ist Hotelier und Inhaber vom Rennrad- & Triathlonhotel Mohrenwirt in Fuschl am See. Der passionierte Hobbyathlet und Ironman Finisher bietet am Fuschlsee ein einzigartiges Trainingsparadies für Rennradfahrer und Triathleten.

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Kategorie: News Training Triathlon

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