Olympische Trainingstage im Triathlon Hotel Mohrenwirt

Die diesjährige Olympiasiegerin im Triathlon, Nicola Spirig und ihr Star-Coach Brett Sutton brachten vom 19.-30.9.2012 olympisches Flair in unser Hotel am Fuschlsee. Zahlreiche Teilnehmer trafen sich, um vom Know-how der Experten zu profitieren.

Radausfahrt mit Nicola Spirig

Freitag nachmittag lud die Olympiasiegerin zur Radausfahrt ins Salzkammergut. Begleitet von unseren Local Guides und den Teilnehmern des Triathlonwochenendes wurden gut 50 km in unserer Region zurückgelegt. Vom Fuschlsee vorbei am Wolfgangsee ging es Richtung Mondsee und über Thalgau retour zum Hotel. Die Gruppe lernte dabei die Vorzüge unserer Region für Rennradfahrer kennen und war begeistert.

Nicola Spirig berichtete von ihrer Teilnahme und dem Sieg bei Olympia 2012

Nach einer Stärkung am italienischen Buffet wartete am Abend jede Menge Profi-Input auf die Teilnehmer. Nicola erzählte von ihrer Teilnahme bei Olympia, von ihrer langen Vorbereitungszeit und den Tagen in London.

Sie war mit dem fixen Gedanken, die Goldmedaille zu holen, nach London gereist.

„Ich wollte nicht eine Medaille holen, ich wollte Gold“ so die Olympiasiegerin.

Die Vorbereitung auf Olympia beschreibt sie als Prozess. Es war wichtig, dass sie dort bereits zweimal am Start gewesen war. Sie kannte die Strecke genau und war mit dem Umfeld rund um das Olympische Areal vertraut. Auch ihre Gegnerinnen sowie deren Stärken und Schwächen waren ihr bekannt. Ihre bisherige Siegesserie in dieser Saison hatte zum notwendigen Selbstvertrauen beigetragen und so versuchte sie, möglichst wie bei jedem anderen Rennen an den Start zu gehen. Im Gegensatz zu anderen Athleten war Nicola nicht im Olympischen Dorf untergebracht, interessant auch ihre Ernährungsstrategie: Vor dem Rennen gab es 100 g Schokolade und eine Banane.

Das Rennen beschrieb sie folgendermaßen: Die Schwimmeinheit war sehr hektisch, als sie in der Wechselzone ihre Hauptgegnerinnen um sich sah, war sie sehr erleichtert. Das Radfahren verlief gut, jedoch nicht perfekt, da sie Anzeichen von Krämpfen verspürte. Diese galt es unter Kontrolle zu halten, was ihr auch gelang. Ca. 1 km vor dem Ziel wusste sie, dass ihre Chancen auf eine Medaille gut waren, denn sie ist eine gute Sprinterin. Knapp 500 m vor dem Ziel startete sie Steigerungsläufe und als sie kurz vor dem Ziel eine Gegnerin näherkommen sah, war es nur noch der reine Wille, der sie vorantrieb, denn die Beine waren „leer“. Nahezu zeitgleich erreichten Nicola und Lisa Norden das Ziel und es folgten die längsten 4 Minuten in Nicolas Leben. Sie konnte sich nicht freuen, solange sie nicht wusste, ob der Sieg ihr gehörte. Als sie dann später am obersten Podest stand, kamen mit der Goldmedaille und der Bundeshymne auch die Emotionen.

Brett Sutton erklärte uns, was Triathlon bedeutet

Im Vortrag von Brett Sutton wurden die Teilnehmer hellhörig. Seine Tipps und Hinweise sind anders – speziell und dennoch logisch.

„Triathlon ist nicht Schwimmen, Radfahren, Laufen – Triathlon ist Triathlon“

,war und ist eine seiner Hauptaussagen. Und dementsprechend muss ein Triathlet auch alles in seiner Gesamtheit trainieren. Schwimm-, Lauf- und Radtraining eines Triathleten können nie so aussehen wie Einzeltraining in der jeweiligen Sportart. Alle drei müssen ineinandergreifen und in der Reihenfolge funktionieren. „Wir versuchen 2 für 1 zu bekommen“, war auch eine seiner Aussagen, die erläutern sollte, dass effektives kurzes Training mehr bringt als lange Einheiten in schlechter Qualität.

Schwimmtraining mit Brett Sutton

Sonntag vormittag trafen sich die Teilnehmer im Fuschlseebad zur Schwimmeinheit. Auf drei Bahnen wurde gleich voll losgelegt. Knapp eine Stunde lang schwammen die Teilnehmer abwechselnd locker und auf Anschlag. „Wenn ihr Wettkämpfe bestreitet, müsst ihr dieses Tempo schwimmen, alles andere ist baden“, meinte Brett Sutton zu den 100 % Leistungslängen.

Im anschließenden Gespräch gab es wieder zahlreiche Tipps und Infos wie etwa: lieber 3 x 15 Minuten effektiv schwimmen mit Pausen, als 1,5 Stunden durchschwimmen. Um die Technik zu trainieren, sollte man sich das Schwimmen so einfach wie möglich machen, mit Pullboy und Paddles etwa, Brett dazu: „Je größer desto besser gilt für den Pullboy, die Paddles dürfen nicht zu groß und nicht zu klein sein.“ So mancher unter den Teilnehmern wird nach diesen beiden Stunden mit Brett Sutton sein Schwimmtraining, pardon sein Triathlontraining überdenken.

Bike Fitting und Lauftechnik mit Jo Spindler

Der Headcoach des deutschen teamTBB Jo Spindler ist Spezialist in Sachen Sitzposition und Aerodynamik. In einem detaillierten Vortrag hat er die Teilnehmer in dieses Phänomen eingeführt. Ab sofort weiß jeder, was Sitzposition, Aerohelm und die Platzierung der Trinkflaschen wirklich bringen.

In der anschließenden Lauftechnikeinheit zeigte er einige Übungen, die zwar nicht ganz unbekannt, in der Kombination aber doch für so manche neu waren. Nützliche Übungen, mit denen nicht nur die Laufbewegung, sondern auch die Stabilisierung des Oberkörpers trainiert wird.

Ein sehr spannendes und interessantes Wochenende ist zu Ende. Wir hoffen, dass wir alle Teilnehmer und natürlich auch das teamTBB bald wieder im Mohrenwirt begrüßen dürfen.

Weitere Fotos findet Ihr auf unserer Facebookseite

Author: Jakob Schmidlechner

Jakob Schmidlechner ist Hotelier und Inhaber vom Rennrad- & Triathlonhotel Mohrenwirt in Fuschl am See. Der passionierte Hobbyathlet und Ironman Finisher bietet am Fuschlsee ein einzigartiges Trainingsparadies für Rennradfahrer und Triathleten.

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